Montag, 23. März 2009

There is no business like Japanese business

Es ist schon lange nichts mehr in diesem Blog passiert. Ziemlich ruhig geworden. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich in den letzten Wochen häufig japanische Arbeitszeiten hatte.
Eigentlich sind die Arbeitszeiten in Japan gar nicht so anders als bei uns. Eigentlich. Dann kommen aber die Überstunden und davon machen die Japaner eine ganze Menge. In unserer Firma herrscht gerade eine Sperre für Überstunden, nur Mitarbeiter mit Sondergenehmigung dürfen welche machen (oder solche wie ich, die kein Geld dafür bekommen). Was in Deutschland für Jubel sorgen würde (Gott sei Dank, leider muss ich pünktlich gehen), ist den Kollegen hier eher suspekt. Ich habe fast den Eindruck, jeder hat eine Sondergenehmigung oder versucht, eine zu bekommen. Wenn ich um sechs gehe, habe ich einen halben Tag Urlaub, um sieben gelte ich als Weichei und ab acht kann ich anfangen mitzureden.
Wer Arbeit hat ist wichtig und ausserdem werden die Stunden bezahlt. Das Spiel scheint simpel, wer seinen Computer zuerst runterfährt hat verloren und böse Zungen könnten gar behaupten, es werde mehr die Anwesenheitszeit im Betrieb belohnt, als die geleistete Arbeit. Aber wahrscheinlich hat das Thema tiefere Ursachen und die zu erforschen habe ich keine Zeit. Muss ins Büro...


Ist er Plastik oder echt? Ich habe es nicht rausgefunden, er hat sich verdammt lang nicht bewegt.

Rauhe Felsenkueste auf der Halbinsel Izu.



Japaner belagern einen der ersten bluehenden Kirschbaeume im Shinjuku-Park.

Putzige Kuschelmeeresfruechte.

Und so viel Kitsch ist schon fast wieder stilvoll.