Meine erste Woche in Tokyo ist schon vorbei und ich bin mir nicht so recht sicher, was mein erster Eindruck ist. Wie soll man sich einer Stadt annähern, zu der man 300-seitige Reiseführer schreiben kann, einer Stadt, in der vieles ganz fremd und vieles auch wieder ganz vertraut ist? Was ist interessant für jemanden, der noch nie dort war? Manche Vorurteile stimmen, andere nicht.
Tokyo ist sauber. Sehr sogar. Strassen, öffentliche Gebäude, die U-Bahnen. Alles ist sauber, obwohl es fast nirgends Mülleimer gibt. Auch die Luft ist für eine Stadt dieser Grösse erstaunlich sauber. Und Graffitti habe ich bis jetzt noch nicht gesehen.
Oder die Sicherheit. In keiner anderen Millionenstadt habe ich mich bisher so sicher gefühlt wie hier und den Einheimischen scheint es ähnlich zu gehen. Die Kriminalitätsstatistik bescheinigt Tokyo erstaunlich wenig Diebstähle und so werden Handies und Geldbeutel für europäische Begriffe sorglos offen herumgetragen.
Oder die automatischen Kassen im Supermarkt, die der Kassiererin das Wechselgeld abgezählt ausgeben, bevor sie es dir mit beiden Händen und einer Verbeugung übergibt. In jeder U-Bahnstation, läuft eine andere Melodie, wenn ein Zug ankommt. So weiss man immer wo man ist, selbst wenn man die Schilder nicht sieht und der minutenlangen Ansage nicht zugehört hat. Ohnehin scheinen die Japaner recht wenig dem Zufall zu überlassen. So wird man im Fahrstuhl von einer Stimme gewarnt, wenn sich die Tür schliesst und erhält eine Mitteilung wenn sie sich öffnet.
Viele Dinge können hier sprechen, die das in Deutschland nicht können. Automaten, Fahrstühle und Verkäuferinnen.
Was gibt es sonst noch? Beheizte Toilettensitze? Durchaus angenehm. Das Essen? Fast alles sehr lecker. Automaten? An jeder Ecke. Leitungswasser? Riecht wie im Hallenbad. Und einzeln verpackte Bananen? Naja, überflüssig.
Das alles gehört zu meinen Eindrücken von Tokyo und ist noch lange nicht alles. Ich komme mir vor wie ein Kind, das die Welt entdeckt. Mit dem einzigen Unterschied, dass das Kind sich besser verständigen kann.
Bis bald
Markus
Samstag, 8. November 2008
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